
Aus dem Werkzeugkasten Daniela Strigls: In Alles muss man selber machen plaudert sie launig aus der Schule der Literaturkritik.
>>Rezension (c) DER STANDARD, 17./18.3.2018

Aus dem Werkzeugkasten Daniela Strigls: In Alles muss man selber machen plaudert sie launig aus der Schule der Literaturkritik.
>>Rezension (c) DER STANDARD, 17./18.3.2018

Wer hat den Senf erfunden? Das ist kein guter Anfang für einen Roman. Andererseits: Es kann keinen guten Anfang geben, weil es, ob gut oder weniger gut, gar keinen Anfang gibt. Denn jeder denkbare erste Satz ist bereits ein Ende – auch wenn es danach weitergeht.

Thomas Stangls neuer Roman. Eine Rezension.
Es ist ein merkwürdiges Gefühl, quasi achtlos an der Wiege eines Romans gestanden zu haben. Genauer gesagt, verbrachte der Rezensent 2014 eine Woche mit etlichen Germanisten und dem österr. Autor Thomas Stangl (* 1966) auf einer Tagung zum postkolonialen Roman in Togo – und prompt erscheint jetzt Stangls neuer Roman, betitelt Fremde Verwandtschaften, der auf einer Konferenz in Westafrika spielt.

Unter Uns (2009): “Ein Projekt von ‘Linz 09-Kulturhauptstadt Europas’. Der Putz des in der NS-Zeit errichteten Bauwerks am Linzer Hauptplatz wird entfernt. Die sog. Brückenkopfgebäude waren Teil von Hitlers Plänen, Linz neu zu errichten. Installation DER BAU, Idee und Konzept: HiTO STEYERL, mit Sebastian Markt (Historiker), Gabu Heindl (Architektin).” Heute wohl wieder voll aktuell?
Quelle: de.wikipedia.org

“Sein bis zum Tod im Alter von 35 Jahren hinausgeballertes Werk wird zunehmend im Kontext eines Gesamtkunstwerkschaffens gesehen.” >>Volltext (c) STANDARD, 2018
Im kollektiven Gedächtnis ist der Künstler Günter Brus eher als “wilder Hund” eingefächert. Man mag an seine Teilnahme an der Aktion Kunst und Revolution (1968) in einem Hörsaal der Universität Wien denken, bei der die Wiener Aktionisten auch mit Exkrement hantierten. Oder an die verausgabungsvolle Performance Zerreißprobe (1970), bei der Brus zunächst Urin in eine per Rasierklinge geöffnete Wunde goss und später mutwillig ausrutschte und hinknallte, sich blutend und leidend am Boden wand. >>Volltext (c) STANDARD, 2018

VORHER – NACHHER: Die bemerkenswerte Entwicklung von Johanna zu Hanni, von der ‘Fürstin der Finsternis’, wie sie als Innenministerin in Österreich genannt wurde, zur erblondeten Bundesland-Mutterfigur vor Föhre & Birke (Putin wäre entzückt). Was lernen wir daraus für die Selbstpräsentation starker Frauen im öffentlichen Raum? Und die Frage drängte sich auf: Gibt es auch eine NEBENFRAU?

ER nichts als ER: Wie pensionsreif ist die althergebrachte Lit. made in A?
“Ausscheren aus dem Denkdrehkäfig, schweigen.”
Am Rand von Groß-Paris sitzt ein in die Jahre gekommener österreichischer Literatur-expatriate in seiner Einfamilienhaus und versucht trotzig wie ein gealterter John Lennon auszusehen. Die Atmosphäre: erdschwer bis bedeutungschwanger, mitunter ungehalten, wenngleich ohne Mörder. Ab und zu taucht ein anderer Schreiber auf, um einen Brosamen von SEINEM Tisch aufzupicken.

Schon vor 20 Jahren, zum 100. Geburtstag ALEXANDER LERNET-HOLENiAs, erschien ROMAN ROčEKs Biografie des “Herrenreiters”:
Die neun Leben des ALH. Eine Biographie. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 1997. 414 S.
Rückblick & Rezension.
Foto (c) Franz Hubmann.
*