
Das Leben des österreichisch-istrischen Italieners Ludovico Rizzi (1859-1945) war geprägt von großen Umbrüchen. Er gehört zu den wichtigen politischen Persönlichkeiten seiner Zeit in Istrien. Im Alter von nur 30 Jahren wird der gemäßigte Rizzi 1889 mit Unterstützung der k.u.k. Monarchie zum Reichsratsabgeordneten in Wien und zum Bürgermeister von Pola / Pula, einem der wichtigsten Marine-Stützpunkte des Habsburgerreiches, gewählt. Als Abgeordneter macht Rizzi sich bald einen guten Namen, Pola beginnt zu florieren. Die Wende kommt jedoch mit Ende des Ersten Weltkrieges: Als die k.u.k. Monarchie zusammenbricht, beginnen auch in Pola Kämpfe um die Vorherrschaft. 1923 kehrt Rizzi auf die politische Bildfläche zurück: Mussolini ernennt ihn zum Sonderkommissar von Pola. >>Text (c) Frank Wiggermann, 2017.
