Postjugoslawische Familienaufstellung

Dragan Velikić auf den Spuren seiner Mutter in Pula – und überall.
Mutterbücher scheinen in der Literatur von Männern seltener zu sein als Vaterbücher. In Österreich zumindest gab es eine Zeitlang eine veritable Landplage von letzteren, aber es gab auch Peter Handkes Wunschloses Unglück, das den Ton für weitere Söhne setzte. Nicht ganz unähnlich geht es bei einem alten Bekannten Handkes zu, wenngleich weniger drastisch: Auch bei Dragan Velikić (*1953) soll ein autobiografischer Roman dem Leben der Mutter, eines jener “ungewöhnlichen kleinen Menschen”, die noch zu viel Anstand für ihr brutales Zeitalter hatten, nachträglich Gewicht und Bedeutung verleihen – und dahinter das eigene Schriftstellerwerden schildern. >> full text
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